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Zwei Murmeltiere sitzen auf einem Felsvorsprung, im Hintergrund erhebt sich ein markanter Berg.

Murmele, Burmänta & Meister des Winterschlafs.

Das Alpenmurmeltier.

Ein schriller Pfiff. Ein kurzer Blick über die Bergwiese. Und plötzlich ist es weg. Eben noch sitzt das Murmeltier auf einem Stein, aufmerksam und erstaunlich gelassen – im nächsten Moment verschwindet es in seinem Bau, als wäre es nie da gewesen.

Wer im Sommer durch die Alpen wandert, kennt diese kleinen Begegnungen. Und genau deshalb gehören Murmeltiere für viele einfach zum Sommer in den Bergen dazu.

In Warth-Schröcken sind sie nicht einfach nur Bewohner der Bergwiesen – hier haben sie sogar einen ganz besonderen Namen: „Burmänta“ werden die Murmeltiere im heimischen Dialekt liebevoll genannt. Und aus diesem kleinen Bergbewohner ist längst mehr geworden: Murmele, das Murmeltier-Maskottchen von Warth-Schröcken, begleitet kleine und große Bergabenteurer auf ihren Entdeckungen durch die Region.

Ein Murmeltier sitzt auf einem Stein, umgeben von blühenden Bergblumen.

Das Leben eines echten Bergprofis.

So niedlich ein Murmeltier aussieht – sein Leben ist alles andere als gemütlich.

Das Alpenmurmeltier (Marmota marmota) ist ein Spezialist für extreme Lebensräume. Dort, wo die Bäume kleiner werden und die Wiesen bis an Felsen und Gipfel reichen, fühlt es sich zu Hause. Sein Lebensraum liegt häufig oberhalb der Baumgrenze und reicht bis in Höhen von rund 3.000 Metern.

Seine wichtigsten Werkzeuge trägt es dabei immer bei sich: kräftige Vorderpfoten und scharfe Krallen.

Damit gräbt das Murmeltier weit verzweigte Baue in den Bergboden. Und dieser Bau ist für das Tier ungefähr das, was für uns ein Haus, ein Kinderzimmer, ein Rückzugsort und ein Winterurlaubsort in einem wäre.

Hier wird geschlafen.
Hier werden die Jungen großgezogen.
Und hier wartet das Murmeltier auf den Winter.

Wenn aus Sommer plötzlich Winter wird.

Für uns ist der Herbst der Moment, in dem die Wanderschuhe langsam wieder im Schrank verschwinden. Für das Murmeltier beginnt dann der Ernst des Lebens. Denn der Bergsommer ist kurz. Sehr kurz.

Ungefähr von Oktober bis März verschwindet das Murmeltier in seinem Bau und fällt in den Winterschlaf. Die Körpertemperatur sinkt stark, der Herzschlag wird langsamer und auch der Stoffwechsel fährt auf ein Minimum herunter.

Essen? Fehlanzeige.
Stattdessen lebt das Murmeltier monatelang von dem, was es sich im Sommer angefressen hat. Und genau deshalb hat ein Murmeltier im Sommer einen ziemlich wichtigen Auftrag: Fressen, solange es geht.

Gräser, Kräuter, Blätter und andere Pflanzen stehen auf dem Speiseplan. Was von außen nach gemütlichem Grasen aussieht, ist also eigentlich Hochleistungsvorbereitung für den Winter.

Bis zu einem Drittel seines Körpergewichts kann ein Murmeltier während des Winterschlafs verlieren.
Man könnte sagen: Der Sommer ist seine Vorratskammer.

Ein Murmeltier sitzt vor Felsen und pfeift.

Wer pfeift denn da?

Zurück auf der Bergwiese. Wieder ein Pfiff.

Doch wer genau hinsieht, entdeckt vielleicht nicht nur ein Murmeltier. Häufig sitzt irgendwo ein Tier etwas erhöht und beobachtet aufmerksam die Umgebung.

Denn Murmeltiere leben in Familienverbänden. Und in dieser Familie gibt es gewissermaßen einen Wachdienst.

Fuchs? Greifvogel? Andere Gefahr?
Pfiff!

Das Signal geht durch die Gruppe – und schon verschwinden die Tiere in ihren Bauen.

Wer also beim Wandern einen schrillen Pfiff hört, hat möglicherweise gerade ein kleines alpines Warnsystem bei der Arbeit erlebt.

Kleine Tiere, große Aufgabe.

Murmeltiere sind nicht nur charmante Bewohner der Bergwiesen. Sie verändern mit ihrer Lebensweise sogar ihre Umgebung.

Beim Graben lockern sie den Boden und schaffen unterirdische Hohlräume und Strukturen, die auch anderen Tieren zugutekommen können. Deshalb werden sie gelegentlich als „Ingenieure der Berge“ bezeichnet.

Doch ausgerechnet das, was ihnen im Sommer das Leben schwer machen kann, wird durch den Klimawandel zunehmend wichtiger: die Temperatur.

Murmeltiere sind an kühle Bedingungen angepasst. Große Hitze bedeutet für sie Stress. Wenn es wärmer wird, verbringen sie mehr Zeit in ihren kühlen Bauen – und damit bleibt weniger Zeit, um draußen Nahrung aufzunehmen und die Fettreserven für den nächsten Winter aufzufüllen.

Der Bergsommer muss für ein Murmeltier also nicht nur lang genug, sondern auch kühl genug sein.

Warth-Schröcken: Murmeltier-Land mit Bergkulisse.

Wer Murmeltiere erleben möchte, findet in Warth-Schröcken eine perfekte alpine Bühne. Die beiden Walserdörfer liegen auf rund 1.500 Metern Seehöhe und sind umgeben von Bergwiesen, Almen, Felsen und Gipfeln. Eine Landschaft, in der sich nicht nur Wanderer wohlfühlen. Sondern auch Murmeltiere.

Illustration des Maskottchens Murmele auf einem Sprungbrett.

Das "Murmele" unser Maskotchen kennt sich aus.

Damit auch die jüngsten Bergfans auf Murmeltier-Spurensuche gehen können, gibt es in Warth-Schröcken "Murmele". Das Murmeltier-Maskottchen begleitet Kinder durch die Bergwelt und macht aus einer Wanderung ein kleines Abenteuer.

Auf dem Murmele-Abenteuerweg in Schröcken führt die rund zwei Kilometer lange Route durch die Natur. Hier wird entdeckt, gespielt und gestaunt.

Noch ein bisschen mehr Kribbeln im Bauch gefällig?
Dann wartet der Murmele-Klettersteig.

Und wer gleich mehrere Abenteuer sammeln möchte, nimmt den Murmele-Wanderpass mit auf den Weg. Auf ausgewählten Touren können Kinder Stempel sammeln und die Bergwelt Schritt für Schritt entdecken. Wer fleißig unterwegs ist, darf sich am Ende sogar über eine kleine Überraschung freuen.
Ein aufgerichtetes Murmeltier steht auf einer Wiese.

Augen auf und Abstand halten.

Wer in Warth-Schröcken unterwegs ist, braucht für eine Murmeltier-Begegnung vor allem eines: Geduld.
Und ein bisschen Glück.

Am besten bleibt man auf den Wegen, hält die Augen offen und lauscht zwischendurch einfach mal in die Landschaft.

Vielleicht raschelt es im Gras.
Vielleicht bewegt sich etwas auf einem Felsen.
Vielleicht ertönt plötzlich dieser unverwechselbare Pfiff.

Und dann heißt es: stehen bleiben, beobachten, staunen.

Denn auch wenn Murmeltiere manchmal erstaunlich zutraulich wirken: Sie sind Wildtiere. Bitte nicht füttern, anfassen oder bedrängen. Ein respektvoller Abstand ist die beste Voraussetzung dafür, dass Mensch und Murmeltier ihre Begegnung genießen können.

Murmeltierwissen zum Mitnehmen.

  • Wissenschaftlicher Name: Marmota marmota
  • Familie: Hörnchen
  • Speiseplan: Gräser, Kräuter, Blätter und andere Pflanzenteile
  • Lebensraum: alpine Grasflächen oberhalb der Baumgrenze
  • Familienleben: gesellig in Familienverbänden
  • Warnsystem: der schrille Warnpfiff
  • Winterschlaf: ungefähr von Oktober bis März

Klein, clever, gesellig und erstaunlich robust: Das Alpenmurmeltier ist ein echter Spezialist für das Leben in den Bergen. Es pfeift, gräbt, frisst sich durch den Sommer – und verschläft den Winter.

Und wenn Murmele in Warth-Schröcken zum nächsten Abenteuer ruft, gibt es eigentlich nur eine passende Antwort: Augen auf. Ohren gespitzt. Und ab in die Berge!

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